Die Mission "Blue Dot" von Alexander Gerst: Die Zukunft gestalten

Alexander Gerst war 166 Tage im Weltall - vom 28.5. - 10.11.2014. Er kümmerte sich auf seiner Mission - neben regulären Betriebs- und Wartungsarbeiten - in erster Linie um die Experimente, die im europäischen Forschungslabor Columbus auf der ISS stattfinden. Hierfür hat er am Boden an entsprechenden Modellen geübt, wie er die Experimente auf der ISS steuern und überwachen kann. In speziellen Unterrichtsstunden lernte er die wissenschaftlichen Hintergründe und Zielsetzungen kennen. Insgesamt war er an mehr als 100 Experimenten beteiligt - ca. 40 davon sind europäische.

Vier deutsche Experimente, darunter die „Aktion 42“ und „Columbus Eye“, sind der Bildung zuzuordnen, mit denen Gerst junge Menschen für die Raumfahrt begeistern wollte. Hier ging es besonders darum, den Kindern und Jugendlichen die Einzigartigkeit und Verwundbarkeit unseres Heimatplaneten Erde zu vermitteln. In der „Aktion 42“ konnten Schüler in einem Wettbewerb Experimentvorschläge einreichen. Für das Siegerexperiment erzeugte Alexander Gerst Seifenblasen untersuchte deren Verhalten in der Schwerelosigkeit.

Bei Columbus Eye filmen seit April 2014 vier handelsübliche HD-Videokameras, die mit einem Roboterarm außen am Columbus-Modul angebracht wurden, aus verschiedenen Blickwinkeln die Erde. Diese Aufnahmen gingen direkt in irdische Klassenzimmer.

Beim „Flying Classroom“ ging es um ganz einfache Experimente mit Bordmitteln – und um verblüffende Dinge, die dabei passieren. Wie fliegt ein Papierflugzeug in Schwerelosigkeit? Was macht ein rotierender Leuchtkuli, wenn er gegen die Wand schwebt? Wie verteilen sich Schokolinsen einer Plastiktüte, wenn man sie durcheinander wirbelt – und was hat das mit der Entstehung von Planeten zu tun?

Video "Grüß den Gerst"

Als Gruß an Alexander Gerst zu seinem Start ins All am 28.5.14 trafen sich in Oberpfaffenhofen im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum kurz vorher alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Zeit hatten, um einen Videogruß für Alex zu drehen. Als "Kulisse" diente das 1:1-Modell des Weltraumlabors Columbus - erstaunlich, wieviele Personen Platz darin finden...