Die Experimente im Columbus-Weltraumlabor

FSL

Fluid Science Laboratory (Bild: ESA)

Unser Raumlabor zur Untersuchung von Flüssigkeiten, das Fluid Science Laboratory (FSL) ist ein Alleskönner, wenn es um Methoden zur Beobachtung von flüssigen Stoffen geht. Interessierte Forscher müssten ihr Experiment in einem geeigneten Container auf die ISS liefern, die Astronauten würden diesen dann in FSL einbauen – und es kann ferngesteuert los gehen: FSL kann nicht nur hochaufgelöste Bilder schiessen, sondern auch Videosequenzen liefern – und das mit hoher zeitlicher Auflösung. Es stehen interferometrische und Schlierenverfahren zur Verfügung, um die Proben zu analysieren.

In der Schwerelosigkeit wird die Oberflächenspannung zu einer der dominierenden Kräfte in Flüssigkeiten, was die wohlbekannte Kugelform verursacht, welche die Astronauten uns immer gerne demonstrieren: Wie Seifenblasen auf der Erde fliegen Getränketropfen durchs Raumschiff und werden von der Besatzung „aufgesogen“.

In FSL wurde auch schon ein Experiment durchgeführt, was den Erdkern im flüssigen Erdinneren simulieren soll: Durch den Wegfall von Konvektionsströmungen in der Schwerelosigkeit konnte das Modellsystem den Verhältnissen der wirklichen Erde angepasst – und so mathematische Modelle entsprechend verifiziert werden.